irritation in den angewandten künsten? genderspezifische betrachtungen in text, struktur und form
an der Akademie der Bildenden Künste Wien
gemeinsam mit
Lilli Kern
Die Debatte um die Kategorie Geschlecht unternahm den Versuch von unterschiedlichen Perspektiven aus die Reproduktion ungleicher Geschlechterverhältnisse zu erklären. Der Einsatz des Begriffs Gender versprach die Möglichkeit, die fragwürdig gewordene Opposition zwischen Frauen und Männern zu dekonstruieren, sie gleichzeitig jedoch in ihrer sozialen, kulturellen und politischen Realität als Mechanismus der Hierarchisierung ernst zu nehmen. Im Laufe der Auseinandersetzung etablierte sich jedoch unter anderem eine radikalisierte Vorstellung von Körper als Effekt der Diskurse.
Die aktuelle Debatte schlägt vor, das existierende Verhältnis von Sex und Gender neu zu gestalten. Leitmotiv dafür im Bereich der Gender Studies ist die Vermittlung von Körper und Diskurs, die Überwindung der Oppositionen von Essentialismus und Konstruktivismus. (Vgl.: Bußmann, Hadumod, Renate Hof (Hg.), Genus. Geschlechterforschung/ Gender Studies in den Kultur- und Sozialwissenschaften, 2005)
