wettbewerb ahs contiweg rendering

ahs contiweg

geladener Realisierungswettbewerb

Neubau AHS mit 36 Stammklassen
am Standort Aspernstraße / Contiweg

im auftrag von
arch. di. Gunther Palme zt-gmbh

teamkollegen
Stephan Rabeck | Johannes Rothschedl

konsulenten
Haustechnik Ing. Gerhard Heiling GesmbH
Rendering Richard Nagy

zeit
2007
wettbewerb ahs contiweg lageplan

städtebauliche kriterien

Der Entwurf gliedert sich in 3 verwobene Bauteile die zusammen einen offenen Hof bilden:
Den Hauptbauteil, einem kompakten 4 geschoßigen Riegel, angelagert am Contiweg,
einen leichten, über der Erdgeschoßzone schwebenden Verwaltungstrakt,
sowie den separierten Turnsaaltrakt.

Die nördlich liegende Schnellbahnstation und der geplante S80 Ausbau ohne klare Ausformung stellen erwartbare starke Lärmemittenten dar. Die baulich akustische Abschirmung erfolgt durch die Turnsäle.

Das bereitgestellte Grundstück erstreckt sich von der Aspernstraße bis zur Schnellbahn. Dieses wird aber geteilt durch einen einzuhaltenden öffentlichen Weg. Da die bereitgestellte Fläche ausreichend groß ist, wird die Teilung aufgenommen und nur die südliche Hälfte zur Bebauung vorgeschlagen. Die nördliche Hälfte könnte verkauft werden.

Der Verwaltungstrakt - Haupteingangszone teilt die verbliebenen Freiräume in zwei Zonen. Der bereits als Park gewidmete südliche Spitz wird erweitert und durch eine differenzierte Freizeitgestaltung aufgewertet. Beispielhaft die Grünraumraffung als einerseits natürlich ausgeformte Skaterbahn, wie auch als Ost West orientierte Liegewiese.
wettbewerb ahs contiweg diverse perspektiven

walktrough

Der Schulinnenhof ist über die Übergangszone klarer strukturiert um diversen heterogenen Nutzungen eine neutrale Basis zu liefern.
Die zu einem offenen U gruppierten Bauteile sind so angelegt, dass eine weitere Bebauung problemlos anschließen kann, ohne den Schulbetrieb zu beeinträchtigen.
wettbewerb ahs contiweg grundrisse

architektonische aspekte

Der Hauptbau gliedert sich, in die als Sonderraumzonen gewidmeten Stirnseiten und einen außen optisch verwobenen und innen aber klar getrennten, aufgelockerten Klassenriegel.
Als Link aller Bauteile fungieren zwei Stiegenhäuser.
Im EG unter den Klassentrakten sind die Räume der Nachmittagsbetreuung flexibel überlappend angeordnet. Da das Raumprogramm in diesem Punkt stark reduziert ist, sind die Räume über eine großzügige Wegführung leicht erweiterbar.
wettbewerb ahs contiweg gang

klassentrakt

Der Mittelteil gliedert sich pro Geschoß in 12 Klassen, 12 stirnseitigen angelagerten Garderoben, in mehrere kleine und drei große versetzte Pausenflächen. Die Wege öffnen sich immer zu den Pausenflächen und differenzieren die Klassen in Gruppen. Die leichte Schrägstellung ergibt im Klasseninnenraum einen Freibereich, ohne den vorgeschriebenen Flächenrahmen zu sprengen.
Innerhalb der Klassentrakte gibt es keine spezifische Trennung zwischen jungen und älteren Schülern. Alle Klassentrakte bieten sowohl intimere wie auch öffentliche Bereiche. Ein differenziertes Angebot an Freibereichen findet sich im Vorzonenbereich zu den Sonderräumen.
wettbewerb ahs contiweg system

brandschutzkonzept

Das Dilemma der gewünschten, aber nicht erlaubten Ganggarderoben, wird durch die stirnseitig an den Klassen angelagerten Garderoben gelöst.
Durch die Aufweitung der Erschließungsfläche ist der eigentliche Fluchtweg von den Garderoben klar getrennt. Entstehender Rauch könnte mittels Rauchschürzen vom Fluchtweg abgehalten werden.

Die Klassentrakte und die Sonderräume werden beidseitig über die Stiegenhäuser entleert. Die Länge der Klassentrakte ist optimal auf die maximale Fluchtwegslänge ausgelegt. Südseitig werden die Schüler über den Haupteingang zum Sammelplatz im Hof geführt. Im nordseitigen Stiegenhaus erfolgt der Austritt ins Freie alternativ im 1.OG über die Verbindung zum Turnsaal. Dies erspart eine größere Fluchttreppe ins EG.
wettbewerb ahs contiweg rendering platz

ökonomische und ökologische Aspekte

Das Haupthaus wurde aus funktionalen wie auch aus ökonomischen Gründen kompakt gehalten. Aus diesen beiden Gründen wurde auch die Höhe auf 4 Geschoße ausgenutzt. Damit ergeben sich in den oberen Geschoßen, auch in der modifizierten Form der Ganggarderobe, effiziente Grundrisse, ohne einen Ansatz von Enge.
Kompaktheit bedeutet in diesem Fall auch Ressourceneffizienz.
In Kombination mit Niedrigenergiestandards, Einzelraumtemperierung und der Energiegewinnung über das Grundwasser entsteht ein Gebäude am Stand der Technik im ökonomischen Rahmen.