postkarte von bettina ehrlich an fritz und hilde lampl, undatiert

dislocation and subjectivity

Die Künstlerin Bettina Ehrlich (1903 bis 1985) spielt als Impulsgeberin im künstlerisch-wissenschaftlichen Projekt Bettina Ehrlich l Susa Schintler. Dislocation and Subjectivity eine zentrale Rolle.

1903 als Tochter jüdischer Eltern (Vater Eugen Bauer, Bruder von Adele Bloch-Bauer) in Wien geboren, besucht sie die Kunstgewerbeschule und arbeitet als Künstlerin, Textildesignerin und Autorin in Wien und Berlin, heiratet 1930 den Bildhauer Georg Ehrlich und emigriert 1938 nach London. Auf der Flucht vor den Nationalsozialisten bleibt ein Großteil des Besitzes sowie der Kunstwerke in Wien, wird enteignet und geht in weiterer Folge fast vollständig verloren.

Der private Nachlass Bettina Ehrlichs besteht aus Arbeiten nach der Emigration, Büchern, Texten und Briefen, aus Fotodokumenten verloren gegangener Werke und befindet sich in Wien.
bettina ehrlich, cocolo comes to america, harper&brothers, 1949
Bettina Ehrlichs Werke waren schon zu Lebzeiten sehr populär, vor allem eine Reihe von Kinderbüchern, die sie unter dem Pseudonym 'Bettina' herausgibt, erfüllte die Aufgabe Kindern das Leben in der Emigration zu erklären und zu erleichtern.

Nach dem Tod Georg Ehrlichs 1966 widmet sie sich vor allem der Betreuung seines künstlerischen Nachlasses. Sie stirbt 1985 in London.
aus: bettina ehlich, cocolo comes to america, harper&brothers, 1949 ausschnitt aus dem video >dislocation< susa schintler-zuerner
ausschnitt aus dem video >life< susa schintler-zuerner
Erinnert sich jemand an die Arbeiten von Bettina Ehrlich?
Was wurde aus den enteigneten Werken der Künstlerin?
Was wird als Exilgeschichte rezipiert?


Welche Empfindungen, Bilder entstehen bei der Suche nach der Vergangenheit, wird im Rahmen von Interviews mit ZeitzeugInnen, FreundInnen und Familienangehörigen erarbeitet. Ihre Erinnerungen und Assoziationen werden zum obligaten Teil des Rechercheprozesses.
Die Fragen stellen sich in verschiedenen Zusammenhängen, in dem Aufspüren von Orten und Räumen, im Aufsuchen von Personen, in der Untersuchung von Texten, Briefen, Interviews und in der Aufarbeitung des künstlerischen Schaffens.

Untersucht wird die Geschichte, beziehungsweise wie sie zu dieser Geschichte wird.