Eine städtebauliche Verdichtung im Feld Dr.-Adolf-Schärf-Platz und im Bereich der Remisenüberbauung erscheint sinnvoll, obwohl nunmehr die Verlängerung der U1 und die der U2 eine „Verteilung“ und Herabstufung der heutigen Verkehrsbedeutung (Zentrum Kagran) mit sich bringen wird. Die Verdichtung soll jedoch nicht an inselartigen Schwerpunkten kulminieren, sondern gleichmäßiger, dem ebenen, offenen Donaufeld entsprechend, erfolgen.
Das Hochhauskonzept der Stadt Wien würde am Dr.-Adolf-Schärf-Platz ein Hochhaus zulassen, wir verzichten in unserem Konzept auf eine überdimensional aufragende Signalwirkung. Das angrenzende städtebauliche Umfeld bedarf aus funktionaler und gestalterischer Sicht nicht einer massiven Höhenentwicklung, um auf diesem Standort Stadtraumqualität zu erzielen. Für die Entfaltung städtischen Lebens ist im Außenbezug eine Gegenposition zu den introvertierten Monozentren angesagt. Die geplanten Baukörper versuchen daher eher mit dem stadtstrukturellen Konzept von Kagran West und der bestehenden heterogenen Bebauungs- und Raumstruktur eine Relation herzustellen.