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schauplatz zentrum kagran

Städtebaulicher Ideenwettbewerb

partner
Peter Nigst | Marco Ostertag | Horst Gaisrucker | Frank Fuhs

mitarbeiterinnen
Heike Lukabauer | Daniel Cranach

konsulenten
Haustechnik Allplan GmbH
Statik Gmeiner & Haferl ZT-GmbH
Verkehr Josef Prem

Rendering Erich Höll
Modellbau Gerhard Stocker

zeit
2003
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„Die Herausforderung eines urbanen Projektes besteht heute darin, Systeme zu erfinden, die in der Lage sind, eine gewisse Produktivität aus den Gegebenheiten des Zufalls und die ganze Heterogenität städtischer Zweckbestimmungen aufnehmen zu können, aber genügend flexibel sind, um die individualisierte Aneignung zu ermöglichen.“

Sylvain Malfroy
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Es gab die landauf-landab bekannte Aussage, dass man nach dem Überqueren der Donau über die Reichsbrücke die Stadt verlassen hat und in Kagran „am Land“ war. Seit der Errichtung der Gemeindebauten des Roten Wien in den 1920er-Jahren und des Vienna International Centres wurde diese alte Struktur massiv verändert. Hochhäuser, große Siedlungseinheiten, Einkaufszentren und Unterhaltungstempel jenseits der Donauinsel, sowie die Anbindung durch eine leistungsfähige U-Bahn haben zur Urbanisierung dieses Gebietes beigetragen. Die baulichen Dynamik in ihrer Beliebigkeit und in der Größe sind die Dimensionen des Bezirks Kagran einer Landeshauptstadt vergleichbar.
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Eine städtebauliche Verdichtung im Feld Dr.-Adolf-Schärf-Platz und im Bereich der Remisenüberbauung erscheint sinnvoll, obwohl nunmehr die Verlängerung der U1 und die der U2 eine „Verteilung“ und Herabstufung der heutigen Verkehrsbedeutung (Zentrum Kagran) mit sich bringen wird. Die Verdichtung soll jedoch nicht an inselartigen Schwerpunkten kulminieren, sondern gleichmäßiger, dem ebenen, offenen Donaufeld entsprechend, erfolgen.

Das Hochhauskonzept der Stadt Wien würde am Dr.-Adolf-Schärf-Platz ein Hochhaus zulassen, wir verzichten in unserem Konzept auf eine überdimensional aufragende Signalwirkung. Das angrenzende städtebauliche Umfeld bedarf aus funktionaler und gestalterischer Sicht nicht einer massiven Höhenentwicklung, um auf diesem Standort Stadtraumqualität zu erzielen. Für die Entfaltung städtischen Lebens ist im Außenbezug eine Gegenposition zu den introvertierten Monozentren angesagt. Die geplanten Baukörper versuchen daher eher mit dem stadtstrukturellen Konzept von Kagran West und der bestehenden heterogenen Bebauungs- und Raumstruktur eine Relation herzustellen.
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ziele

Verknüpfung der urbanen Struktur in Kagran West mit der städtebaulichen Entwicklungsachse Wagramerstraße.
Ausformung des Dr.-Adolf-Schärf-Platzes zu einem „Treff“ unter Einbeziehung der bestehenden baulichen und verkehrlichen Parameter.
Errichtung eines klaren, aus zwei oberirdischen und einem unterirdischen Baukörper raumbildend zusammengesetzten Gebäudekomplexes am Dr.-Adolf-Schärf-Platz als Antwort auf die durch die Verlängerung der U1 geänderte (periphere) Situation.
Wohnbebauung über der Remise und anderen Standorten mit vielschichtigen Wohnformen.
Büros nach dem Motto „Klasse statt Masse“
Kleinteiliges Nahversorgungsangebot, sowie Dienstleistungsbetriebe für die Wohngebiete an der Attemsgasse, Donaufelderstraße.
Fußläufige, behindertengerechte Durchquerung des Planungsgebietes in N/S und O/W-Richtung
Öffentlicher Raum verschiedener Qualität (Freiflächen, Fußwege, Radwege) im gesamten Planungsgebiet zur engmaschigen Verdichtung des öffentlichen Wege- und Radwegenetzes und Schaffung von Grünräumen mit jeweils lokaler Bedeutung, Thematik und Qualität in Beziehung zu den übergeordneten Grünflächen.
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bürogebäude

Ein Kopfbauwerk mit frei ausladender Auskragung zur U-Bahntrasse wendet sich zum Dr.-Adolf-Schärf-Platz hin. Es bildet mit dessen Bebauung und der Eishalle ein Ensemble. Ausrichtung in der Flucht der Prandaugasse, Traufenhöhe ca 31m.
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tragwerksplanung bürogebäude

Die Auskragung des Gebäudes im U-Bahnbereich wird durch zwei gebäudehohe Stahl- bzw. Stahlverbundkonstruktionen ermöglicht, wobei die unterste und oberste Decke die Funktion des Zug- bzw. Druckgurtes übernehmen. In der untersten Ebene angeordnete Querträger bilden das Auflager für die Stützen in der Fassadenebene. Die Horizontalaussteifung erfolgt über den Erschließungskern in Verbindung mit der Scheibenwirkung der Decken.
Die gewählte Konstruktion ermöglicht eine unterstellungsfreie Errichtung und verursacht somit nur eine geringfügige Beeinträchtigung des laufenden U-Bahnbetriebes.
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